Direkt aus dem Kiez
Das Berliner Kurzfilmfestival “Kiezkieken” will nah dran sein am Leben und den Leuten im Kiez. Die Filme, die an den ersten drei Sonntagen im November laufen, beschäftigen sich mit drei Kiezen, in denen viel passiert. Die Festivalmacher haben sie etwas salopp Sonnenallee, Kottbusser Tor und Mediaspree genannt. Ziel ist, eine Plattform für kulturellen Austausch zwischen den Anwohnern der Kieze und den Filmemachern zu schaffen.
Zu diesem Zweck werden die Filme direkt vor Ort gezeigt. Nicht in Mitte, nicht im Kino, sondern direkt im Kiez. Inwiefern die ausgewählten Örtlichkeiten für den jeweiligen Kiez stehen, sei mal dahingestellt, aber sie sind nah dran an den Orten des Filmgeschehens. Am 1.11. geht es los im zukünftigen “Mediaspree”: Auf dem Vergnügungsschiff MS Hoppetosse, in Treptow auf der Spree verankert, laufen zwischen 16 und 22 Uhr (Einlass 15 Uhr) in zwei Blocks die Filme über den umliegenden Kiez. Am 8.11. werden zur selben Tageszeit im Café Luzia in der Oranienstraße die Werke gezeigt, die sich mit der Gegend rund um das Kottbusser Tor beschäftigen. Die Sonnenallee und die umliegenden Neuköllner Kieze sind schließlich am 15.11. im Raum 18 Thema und Schauplatz, ebenfalls ab 15 Uhr.

Das Publikum ist an jedem Abend aufgerufen, jeweils drei Gewinner zu küren, die dann zum großen Finale am 22. November antreten. Dieses wird auf neutralem Grund – im Acud in Mitte – stattfinden. Dort werden die “Vorrundensieger” noch mal gezeigt, das Publikum wird wieder zur Abstimmung gebeten. Um 19 Uhr findet dann die feierliche Preisverleihung statt. Anschließend und zwischendurch werden die Berliner Bands “Susanna Berivan”, “The Incredible Herrengedeck” und “Call Me An Ambulance” sowie die DJs Hutch, Tommi Bass und H3lmet auftreten.
Wer seinen Kiez einmal mit anderen Augen betrachten will, dem sei “Kiezkieken” ans Herz gelegt!


